Liedertexte

 

Ae langi Nacht   (Ernst Jakober)
 
1.Wänn ich dähäimä bi, bequem im Lehnschtuel dri,
ich schtreggä d’Bei grad uus und lueg zum Fänschter uus.
Ich schalt dr Fernseh ii und trink es Glesli Wy,
doch plötzli merk i halt, was mir nuch fählt.
 
2.Ich sitz im Garteschtuel, und los de Vöögel zue,
ich gnüssä ds Abedrot, und issä Chäs und Brot.
Wänn d’Luft schu chüeler wird, und ds Füürli bald verglüeht,
dänn plötzli merk i halt, was mir nuch fählt.
 
Refrain:
 
Ae langi Nacht, äs Fäscht mit Spass
und öppediä ä scharfä Jass.
Worum chasch Du dänn nüd verschtu,
dass ich so gärn in Uusgang gu.
Ae langi Nacht, äs Fäscht mit Spass
und öppediä ä scharfä Jass.
Ja Schatz, worum chasch Du dänn nüd verschtu,
dass ich in Uusgang gu.
 Aelpler si isch schön   (Ernst Jakober)
1. Im Früehlig, wänn diä Alpä grüend,
und alli Aelpler züüne tüend,
dänn isch diä Ziit scho chu,
wo jedi Chue uf d’Alp wet gu.
Si ziend dänn mit em Veh,
uf d’Alp wie eh und je,
wänn’s aachu sind ganz müed,
      dänn singed’s nuch es Lied.
   
2.
Im Summer, wänn’s dänn chäse tüend,
und alli wagger chrampfe müend,
dänn isch diä Ziit scho chu,
wo jedä mues i ds Wildheu gu.
Si nänd ä Bündel Heu,
so schwär, wie fascht für zwöi,
wänn’s aachu sind ganz müed,
dänn singed’s nuch es Lied.
Refrain:Aelpler si isch schön,
 üs g’fallts halt uf de Höhn,
 mir gnüüssed frischi Luft,
 und sind voll Läbesluscht.
 Ja, Aelpler si isch schön,
 da git’s au gar keis klööne
 wänn’s rägnet oder schniit,
 händ all ä huuffä Ziit.
 

All’s was bruuchsch  (Musik und Text Ernst Jakober)

(Originalstrophen kursiv gedruckt)

                       

1  Ich känn ä junge Maa, vu dem chasch alles ha,

    er hät ä grosses Huus und chunnt bi allem druus,

    ich ha dänn zuenem gseit, weisch Du ä guete Rat,

    wie’s mir uf üs’rer Wält chänd schöner ha

 

2  Ich känn ä jungi Frau, ja diä gnüüsst ds Läbe au,

    si isch ä jedem Fäscht, gaht immer spaht is Näscht,

    ich ha dänn zuenre gseit, weisch Du ä guete Rat,

    wie’s mir uf üs’rer Wält chänd schöner ha

 

3  Ich känn ä alte Maa, mit lange wiissä Haar,

    er hät kei Hab und Guet, doch immer frohe Muet,

    ich ha dänn zuenem gseit, weisch Du ä guete Rat,

    wie’s mir uf üsrer Wält chänd schöner ha

 

Refrain:

 

All’s was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi

frohi Stunde und ä guete Fründ,

all’s was bruuchsch uf dr Wält häsch Du sälber,

tue’s verschänke und freu di dra

 

Zusatzstrophen für besondere Anlässe:

 

Bei Festen, wo man eingeladen wurde:

 

Ich känn ä flotte Maa, er sitzt grad näbedra,

wäg ihm sind alli da, wännd’s schön und gmüetli ha

ich ha dänn zuenem gseit

 

Ich känn ä flotti Frau, ja diä hät Power au

Si lauft uf jedä Bärg, isch immer super zwäg

Ich ha dänn zuenre gseit……

 

In der Kirche vor der Trauung:

 

Ich känn ä glücklichs Paar, si stünd jetz bim Altar

si wetted zämestah, enand gar nie verlaa

Ich ha dänn zuenne g’seit, händ Ihr ä guete Rat

wie’s mir uf üsrer Wält chänd schöner ha…

 

Chum mit i d’Bärge.  (Ernst Jakober)

 

  1. Chum mit üs i d’Bärge, vergiss Dini Sorge,

dänn jetz chasch träume, tänksch gar nüd a Moorä.

Du gschpürsch plötzli d’Friiheit und glaubsch a Gerächtigkeit,

erscht jetz bisch sicher, es gaht Dir guet.

 

  1. Chum mit üs i d’Bärge, und freu Dich am Läbe,

worum dänn trurig sii, das treit doch gar nüt ii.

Wänn’d öppis wit mache, so bring eine z’lache,

dänn bisch Du sicher, es hilft au Dir.

 

Refrain:

 

Ja, wänn’d i d’Bärge gaasch,

dänn gschpürsch Du d’Heimat,

Diis Härz wird liechter,

er tuet Dir wohl.

Ja, wänn’d i d’Bärge gaasch,

dänn gschpürsch Du d’Heimat,

Diis Härz wird liechter,

            und Du wirsch froh.